Quantität, Reichweite(n) und Interpretationen

Seit den ersten Leseranalysen im Jahr 1968 wurde die Reichweite
des EINKAUFs immer wieder in diversen Studien untersucht.
Eine grafische Darstellung der Entwicklung der Reichweite(n)
der Stammauflage des EINKAUFs in Wien, NÖ. und dem nördl. Bgld.
entnehmen Sie bitte untenstehener Abbildung:


Die Reichweite des EINKAUFs hat sich im Verlauf der Beobachtung
über die Jahre hinweg seit den frühen Siebziger-Jahren +/- einiger
weniger Prozentpunkte durchwegs auf in etwa demselben Niveau bewegt.
Da es quantitativ kaum oder nur gerinfügige Änderungen gab,
haben wir seit 1995 an keinen weiteren Reichweitenuntersuchungen
mehr teil genommen und konnten uns somit voll und ganz
auf die zu planende Expansion konzentrieren und diese forcieren.

 

Breite Zielgruppe und großes Leserpotential

Zielgruppe des EINKAUF ist der mündige und
rational denkende Konsument, der für seine bewußte
Kaufentscheidung mehr Informationen verwendet.
Prinzipiell gesehen sind fast alle Konsumenten
potentielle EINKAUF-Leser!

 

Demographie unserer EINKAUF-Leser

Wenn man den Begriff ”Zielgruppe” - wie er in der
herkömmlichen Werbung verwendet wird - unbedingt
beibehalten möchte und demographische Daten der
EINKAUF-Leser hinzuzieht, ergab sich folgendes Bild*:

 

Weniger Interessierte

Unsere ”Zielgruppe” ist so breit gefächert,
daß es fast leichter fällt, sie mit Personen zu umgrenzen,
die sich weniger für den EINKAUF interessieren:

Die Gruppe der 14 bis 19 - jährigen
(verstärkt Schüler und Studenten), die noch im Haushalt ihrer Eltern leben und daher
weniger selbständige Kaufentscheidungen treffen (vgl. dazu:
Leser-Anteil der Gruppe der 14 bis 19 - jährigen
beträgt beim EINKAUF 6 % - und: TOTAL: 8,7 %).

Leute der unteren Einkommensschichten,
die sich mit einer Vielzahl von für sie schwer leistbaren Produkten
konfrontiert sehen (vgl. dazu: Leser-Anteil, E - Schicht:
EINKAUF: 7,1 % - TOTAL: 10 %).

Menschen, deren Sekundär-Entscheider die Medien-Auswahl
für sie treffen
. Viele jener lesen jedoch den
EINKAUF aus beruflichem Interesse, z.B.
zwecks Konkurrenzbeobachtung.

Menschen, denen die redaktionellen Inhalte aus
Sprach- oder Bildungsgründen schwer zugänglich sind
.

 

 

Quantität und Qualität

In der quantitativen Mediaforschung wird mit "Kontakten"
und "Kontaktchancen" als unabdingabre und notwendige Hilfmittel
und Berechnungsgrundlage gerechnet. Das allein reicht allerdings
nicht aus, um Fragen nach der Qualität eines Kontaktes
beantworten zu können.

Selbstverständlich standen zu Beginn der Beschäftigung
mit dem Thema Mediaforschung auch für IhrEINKAUF
zuerst quantitative Fragen im Vordergrund.
Im Zuge der intensiven Arbeit stellte sich allerdings schnell heraus,
dass einige Fragen unbeantwortet bleiben würden und auch mit den -
im Rahmen der quantitativen Mediaforschung angewandten Methoden
nicht zu lösen sein werden.

Und so entwickelte sich unsere Mediaforschung
aus der ursprünglich rein "quantitativen" über die
"zielgruppenbereinigte quantitative" bis hin zur
"qualitativen" Mediaforschung.

 

 

Übersicht über bisherige Studien

 

1985 kaufte der „Kurier“ die „Bezirksjournale“, die damals teilweise
die gleichen Inserenten wie der EINKAUF hatten.

Allerdings bezahlten jene für Ihre Anzeigen im EINKAUF beinahe
das Doppelte. Nach dem Grund dafür befragt, antworteten jene
einhellig, daß der EINKAUF ja auch mehr Resonanz brächte
und zwar das zwei- bis vierfache.

Vom rein quantitativen Standpunkt medienanalytischen
Sachverständnisses her gesehen war das aber nicht möglich
(zwei Medien mit annähernd gleicher Leseranzahl, identer Auflage
und demselben Verbreitungsgebiet).

Also mußte es zumindest noch ein weiteres Kriterium geben,
das bei Werbeeinschaltungen im Printmedienbereich erheblich für
den Erfolg mitverantwortlich zeichnet.

Da dieser Unterschied offensichtlich nicht in der Quantität zu
suchen war, gingen die nächsten Schritte der medienanalytischen
Forschungsserie in Richtung Qualität.


 


Vorausberechnung von Erfolgschancen

Und so gingen in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Fritz Karmasin
vom Gallup-Institut in den Jahren 1988/89 die ersten Studien
in Feldarbeit, in denen das erste Mal die beiden Fragenkomplexe
der "Erwartungshaltung des Lesers“ und der "Produktinformationserwartung
des Konsumenten“ abgefragt wurden.


Die Ergebnisse dieser beiden Studien lösten bei ihrer Präsentation
bei der werbungtreibenden Wirtschaft einige Fragen aus, von denen
die wichtigste die Frage nach der Glaubwürdigkeit war.
Dieser Fragenkomplex sollte unbedingt in einer offiziellen Studie
integriert sein, um eine größere Breitenwirkung zu erzielen,
lautete das einheitliche Credo.

 

Dies gelang dann im Jahr 1991, als sich die Möglichkeit ergab,
sich mit zwei Seiten Fragebogen in die Life-Style-Studie
(einer Satelliten-Studie zur "Optima“) einzukaufen.


Durch das Wissen und die Ergebnisse aus der "Life-Style“,
in der zum ersten Mal die Produktinformationserwartung mit
dem Medienkonsum verschnitten wurde, war es nun möglich,
Erfolgschancen vorauszuberechnen und zwar vergleichend
für einzelne Produktbereiche in den einzelnen Medien.

 


 

„Die PRINT“ (1994)

Die "Life-Style“ war jedoch eine rein qualitative Studie,
die nicht dazu geeignet war, Optimierungen oder Rangordnungen
beziehungsweise Streupläne zu berechnen, sodaß (um diese Daten
quantifizieren zu können) dieser Fragenkomplex unbedingt in
der Media-Analyse oder einer mediaanalysenadäquaten Studie
untergebracht werden müßte.

Da dem EINKAUF allerdings seit 1975 beharrlich trotz diverser
Ansuchen die Aufnahme in den Verein Media-Analysen versagt blieb,
wurde während des ganzen Jahres 1994 die erste, jemals „privat“
finanzierte, nationale mediaanalysenadäquate und hundertprozentig
repräsentative Reichweitenuntersuchung durchgeführt -"
Die PRINT". Diese wurde im April 1995 im Casino in Baden vor
mehr als 750 Leuten der "Créme dé lá créme" der Werbewirtschaft
präsentiert.

Sie erfaßte die beiden Fragenkomplexe der „Erwartungshaltung
des Lesers“ für 37 Themenbereiche und der Produktinformationserwartung
des Konsumenten für 31 Produktbereiche - für sämtliche
Printmediengruppen und das Plakat - und die wichtigsten
österreichischen Gratismedien.

Seither hat IhrEINKAUF an keiner weiteren rein quantitativen
Reichweitenuntersuchung mehr teilgenommen und anstelle dessen
wurde die Expansion forciert, aus der eine neue Form des
Geo-Marketings resultierte.

 

 

„Die INFO“ (2001)

Seit 2001 ist der EINKAUF Mitglied im Verband der
Regionalmedien Österreichs (=“VRM“).

Da unsere beiden qualitativen Fragenkomplexe zur Ergänzung der
Regioprint“ keine Durchsetzung fanden, wir aber dennoch großes
Interesse an neusten Marktforschungsdaten hatten, war es eine
schicksalshafte Fügung, daß die Universität Wien, der Lehrstuhl für
Marketing, namhaft o.Univ.-Prof. DI Dr. Udo Wagner (vom „bwz“)
mit einem wissenschaftlich zu untersuchenden Forschungsanliegen
an uns herantrat.

TriConsult“, Hr. Dr. Felix Josef, als durchführendes Institut,
Fr. Ute Löffler, MarktforschungsKontor aus Wiesbaden
(eine international anerkannte Expertin auf dem Gebiet der medien-analytischen
Methodik) als Beraterin und der EINKAUF als Partner
aus der Wirtschaft bildeten das Team für dieses Projekt.

„Die INFO“ (2001) erfaßte die Printmediennutzung (Leserkreise,
Nutzungsfrequenz, Reichweiten), das Image von Printmedien
(Vertrauenswürdigkeit, Leser-Blatt-Bindung), die Erwartungshaltung
des Lesers (für 19 Themenbereiche), die Produkinformationserwartung
des Konsumenten (für 26 Produktbereiche), Nutzung, Bekanntheits-grad
und Besuchsgründe von Einkaufsstätten (aller großen
Handelsketten mit Filialbetrieb), gab die Ergebnisse einer
Repräsentativ-Erhebung unter der Wiener Bevölkerung
im Alter ab 14 Jahren wieder und bildete das Grundgerüst
für unsere neueste Studie - „Die INFO“ (2002).

Erwartungshaltung und Produktinformationserwartung

Aus den gesamten Erkenntnissen und Forschungsergebnissen
aus allen medienanalytischen Untersuchungen, die wir in den
vergangenen mehr als dreißig Jahren gemacht haben,
sind zwei ganz besonders hervorzuheben.

Diese beiden Fragekomplexe wurden mittlerweile in mehreren
Studien, jeweils mit äußerst interessanten Ergebnissen, ganz
besonders im direkten Vergleich untereinander abgefragt.

  • „LifeStyle“, 1991
  • „PRINT“, 1994
  • „Die Info“, 2001
  • „Die Info“, 2002


Der allgemeine Grundtenor dieser beiden wichtigen Erkenntnisse
lautet in knappen Worten kurz zusammengefaßt formuliert: Jeder
Leser eines Mediums hat ein bestimmtes Informationsinteresse an
diesem Medium und erwartet sich im Augenblick des Konsums
des Mediums die Befriedigung ebendieses Interesses.

Ist die Werbebotschaft nicht unmittelbar mit diesem spezifischen
Informationsinteresse verbunden, bestehen nur marginale Chancen,
daß sie beim Rezipienten ankommt und darüber hinaus auch noch
die gewünschte Wirkung erzielt.