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Ein seltsamer Tag oder aber die ersten Anzeichen einer besseren Welt


By Pat Ausweger - Posted on 09 March 2010

Gestern haben mich in Salzburg wildfremde Menschen angelächelt, Männer, Frauen einfach so, im Supermarkt, auf der Straße. In Salzburg kommt das äußerst selten bis gar nicht vor, dass Leute freundlich lächeln einfach nur so, was ich persönlich immer darauf zurückgeführt habe, dass diese Stadt so viele Tage im Jahr vom Salzburger Schnürlregen heimgesucht wird und somit nicht so viele Sonnentage hat, wie andere Gegenden….

 

Gespenstisches Lächeln überall, sogar Salzburger Autofahrer haben mir zugelächelt und freundlich gewinkt!?

 Ein Mann um die sechzig, mir nicht bekannt, aber sympathisch, lächelnd, nickend, grüßend, mitten im Restaurant. „Kennst du ihn?“, fragte mich mein Sohn, „nein ich habe ihn noch nie gesehen“, mir entging nicht, dass er mit seinem Lächeln auch meine Kinder einbezog.Trotzdem, seltsam war es doch, „Habe ich etwas im Gesicht?“, dachte ich mir. Aber nein, meine Tochter bestätigte mir, dass ich aussehe wie immer…???

 Der Höhepunkt, eine Frau sprach mich freundlich lächelnd an, aus heiterem Himmel. Gut sie war nicht aus der Gegend, eine Durchreisende, aus Griechenland,  wie sie mir danach erklärte. „Dort scheint auch die Sonne, da kann man leicht freundlich sein“, dachte ich mir.

 Sie kam lächelnd auf mich zu. Da merkte ich, dass ich mich sehr unwohl dabei fühlte. Ich war tatsächlich geneigt, so zu tun als währe sie nicht da, aber doch nicht ich, die so ein Benehmen verabscheut. Gedanken wie, „Was will sie? Ist sie nicht normal?“, gingen mir sofort durch den Kopf.

 „Was, haben wir es bereits verlernt mit Freundlichkeit umzugehen?“, dachte ich mir, ja es ging sogar soweit, dass ich mich selbst beruhigen musste, „sie tut dir ja nichts, sie ist einfach nur nett!“ Das fühlte sich ja fast so an als müsste ich mich wehren, aber gegen was!? Freundlichkeit!!!

Es gelang mir also doch noch, mich bewusst zu öffnen und dieser freundlichen Frau direkt ins Gesicht zu sehen. Ich bemerkte, dass sie eine offene, strahlende, liebevolle Ausstrahlung hatte. Sie teilte mir mit, dass sie das gleiche auch bei mir sehen kann. Ich konnte es kaum glauben, „eine wildfremde Person teilt mir also mit, das ich eine tolle Ausstrahlung habe und wunderbare Kinder?“ Nach unserem Gespräch verabschiedeten wir uns, aber ich hatte nicht mehr das Gefühl mit einer Fremden gesprochen zu haben, sondern mit einer Vertrauten.

Da waren sie wieder die Zweifel, das Mistrauen, ich verscheuchte sie schnell….

Später noch im Auto auf der Heimfahrt meinte meine Tochter, „so etwas seltsames, die nette Frau…, das muss ich dem Papa erzählen!“

 Ist es wirklich seltsam, dass man freundlich und offen mit fremden Menschen umgeht, macht es uns so sehr Angst? Aber was kann uns schon passieren wenn wir bewusst achtsam und nett mit unserer Welt kommunizieren? Jedenfalls …, es fühlt sich gut an, sogar so gut, dass man es Glück nennen könnte!

 .....Vielleicht ist das der Ausgangspunkt für eine bessere Welt? Es liegt an uns es auszuprobieren….!?