Annehmen, nicht kämpfen
Meine Geschichte...
Gestern habe ich ein Posting gelesen, das mich sehr geschockt hat.
Ich gestehe mir zu, dass ich dazu etwas zusagen habe, denn ich habe den „Kampf“ von dem da die Rede war sozusagen „gewonnen“.
Es ging da also um den Kampf gegen den Krebs,
dazu wurde gepostet:
„Heute (jeder Tag) ist der Tag des Kampfes gegen Krebs. In Erinnerung an diejenigen, die diesen Kampf verloren haben und auch an diejenigen, die diesen Kampf noch kämpfen. Beten wir für ein Mittel. (92% von euch werden diesen Text nicht kopieren und ihn nicht ins Profil fügen oder? Ich bin für diejenigen, die es doch tun und die stolz drauf sind zu den restlichen 8% zu gehören.“
Der Text fordert den Betroffenen nicht nur auf, seine eigene Verantwortung für sein Leben, seinen Körper aufzugeben! Dieser Text macht ihn zu einem schwachen betenden Opfer, das überhaupt keine Chance hat am Leben zu bleiben und selbst etwas zu tun.
Nein ich möchte nicht zu den 8% gehören, die immer noch so denken, denn dann wäre ich jetzt tot.
Wie soll so ein Mittel wirken?
Es soll doch schon so gestrickt sein, dass es den unerwünschten Krebs, den undefinierbaren Feind im Körper vernichtet, möglichst ohne Aufsehen, nicht wahr?
Wenn es das ist, was wir wollen so haben wir dieses Mittel doch bereits, in Form von "Chemotherapie". Das Gift dringt in den Körper ein und vernichtet die bösen Krebszellen, nur es vernichtet leider nicht nur diese Zellen, sondern auch die gesunden. Jene Zellen, die eigentlich bei einer Heilung von Krebs dringend gebraucht werden!
Das Wort Kampf ist gefährlich denn, einen Kampf gegen den Krebs kann niemand gewinnen! Es gibt keinen gefährlichen, undefinierbaren Feind im Außen, er ist Teil von dieser Person. Die entarteten Zellen sind genau wie die nicht entarteten Zellen, seine eigenen Zellen.
Körper – Geist - Seele
Wenn man davon ausgeht dass wir uns immer mehr in ein Weltbild begeben, in dem der Mensch als Körper, Geist und Seele akzeptiert wird, dann müssen wir auch davon ausgehen, dass zuerst die geistige Form vorhanden war und sich erst danach die Entsprechung als Materie manifestiert hat.
Das würde bedeuten: Wenn jemand Krebs hat, hat er den Krebs auch selbst erzeugt, wenn auch auf unbewusster Ebene.
Diese Einsicht macht uns, als die Betroffenen wirklich stark, denn sie gibt uns die Gewissheit, dass wir, wenn wir die Krankheit selbst erzeugt haben, auch die Heilung selbst herbeiführen können.
Ein Kampf gegen den Krebs wäre jedoch ein Kampf gegen sich selbst. Es gilt hier aber nicht gegen sich selbst einen aussichtslosen Kampf zu beginnen, vielmehr geht es darum sich mit jenem Teil, den „Krebs“ in uns auszusöhnen. Denn dann wird Heilung möglich. Dann kommt es zur Spontanheilung, wie es die Schulmediziner ausdrücken und ahnungslos von einem Wunder sprechen, das aber gar keines ist.
Wie aber kann ich mich mit dem Krebs in mir aussöhnen?
Auf unbewusster Ebene schreit die Seele wahrscheinlich schon lange, ich habe Ahnungen, manchmal Träume, aber ich will es nicht ansehen, denn ich weis unbewusst: Es wird mich aus der Bahn werfen!
Anfangs gelingt es mir auch noch, aber die Signale werden deutlicher und irgendwann, zwingt es mich hinzuschauen und da ist sie, die Diagnose, „Krebs“.
Die Zeit bleibt stehen, es ist aus, vorbei, der Abgrund, wie ein Sog…..
Ich kralle mich fest, weine, schreie, klammere, aber keiner ist da, der mich halten kann und ich werde fortgerissen, weggeweht, in die Tiefe gezogen….
Ohne dass ich es steuern kann, mich wehren kann, lasse ich los….
Stille, Leere, unendliche Tiefe, endloses Sein.
Langsam beginne ich zu begreifen, dass es meine Tiefe ist, mein Innen und es ist das einzige das mich festhält, das mich lieben kann, das mich retten kann.
„Es tut mir so leid, dass ich dir das angetan habe“, sage ich zu mir selbst, meinem Körper, meiner Seele. Ich begreife, dass ich nicht nur der Körper bin, mein Verstand oder Ego, da ist noch mehr, dieses Mehr ist ganz und gar rein und frei von Schuld, frei von allem………befreit, ich habe mich befreit, Ich bin frei!
Ich tauche auf und spüre eine unbändige Kraft in mir, ich weis, dass ich mir selbst hundert Prozent vertrauen kann, hundert Prozent leben kann.
Da stehen sie vor mir, die Menschen, die mich lieben, haben Tränen in den Augen, halten mir die Hand, aber ich, ....mache mein Ding.
Unverständnis prallt mir entgegen, ich hätte ja eine Verantwortung und man macht das eben so, sie werden richtig böse mit mir.
Da merke ich sie haben Angst, dieselbe Angst, die ich auch hatte, ich kann sie gut verstehen, aber sie können mich nicht verstehen, weil sie den Sprung nicht gemacht haben, dieses Geschenk das mir zuteil wurde.
Ich sehe es jetzt, dieses Geschenk, das mir dadurch zuteil wurde, durch dieses Schicksal, Ich wurde gezwungen, hinzusehen, zu verzeihen, zuerst mir, dann den anderen, wurde gezwungen zu handeln, es anzunehmen das was ich vorher in mir zerstören wollte.
Ich bin stolz darauf, dass ich keinen Kampf gekämpft habe, sondern das ich mich ergeben habe, mich ausgesöhnt habe und jetzt lebe!
Pat Ausweger
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Liebe Pat!
Danke für deine Zeilen zum Thema Krebs. Da die Diagnose Krebs für die meisten mit großer Angst behaftet ist, ist die Kraft zur Heilung / Aussöhnung mit dem entsprechendem Thema selten stark genug. Du hast es geschafft. Bist unabhängig von der Meinung anderer deinem Weg gefolgt. Gratuliere dir zu diesem Prozess, den du gegangen bist und der sicherlich mit so manchen Steinen gepflastert war.
Gibt es praktische Hilfen, Tipps zu Therapien, die dir geholfen haben? Es wäre wunderbar, wenn du zu diesen Informationen weitergeben würdest. Denn von einer Person wie dir, die diese tatsächlich erfahren, gemacht hat, klingt es anders bzw. bekommen diese eine andere Bedeutung als wenn man sie theoretisch als Anweisung bekommt.
Vielen Dank und mindestens genauso viel Anerkennung
Sana
Wahre Zufriedenheit finde ich in zeitlosen Maßstäben, die anderen zur Orientierung und mir zur Lebensaufgabe dienen.
Liebe Sana!
Danke für deine Worte!
Zunächst möchte ich sagen, dass ich auf die Zeichen meiner Seele gehört habe und offen war einen ganz anderen Weg zu gehen als den üblichen. Es war manchmal hart sich gegen all die geläufigen Meinungen zu stellen und sich gegen die üblichen Wege zu wehren die in diesem Fall angeordnet werden.
Eine ganz wichtige Erfahrung die ich machen durfte war, die Heilung meines inneren Kindes und dessen Integration. In einem alten Gut in Gresten in Niederösterreich, mit liebevoller Führung, die Integrationstherapie.
http://www.integrationstherapie.at/index.html
Dort habe ich die Verbindung zu meiner Seele wieder hergestellt. Die Kraft die ich danach hatte diesen Weg ohne Angst und Zweifel zu gehen und immer auf meine innere Stimme zu hören habe ich dort wieder gefunden.
Weiters habe jeden Tag eine Stunde eine spezielle Qigong – Übung praktiziert, um die Nierenenergie zu stärken. XI XI HO , Nierenstärkendes Gehen. Informationen dazu auf dieser Seite: http://www.qigonggesellschaft.at/index.php
Folgende Bücher haben mich in dieser Zeit begleitet, mit denen ich auch gearbeitet habe:
Die Prophezeihungen von Celestine von James Redfield, (alle drei Bücher)
Heile deinen Körper, von Louise L. Hay
Wieder gesund werden, von O. Carl Simonton
Leben! Ich hatte Krebs und wurde gesund, von Eva-Maria Sanders
Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass jeder Mensch einen eigenen individuellen Weg begehen soll. Mein Weg soll ein Beispiel sein, was möglich werden kann.
Liebe Grüße
Pat Ausweger
Leben mit allen Sinnen
Liebe Pat,
herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag - sehr persönlich, sehr offen.
Du bringst das Wunder Leben auf den Punkt: nicht GEGEN etwas ankämpfen bringt uns weiter,
"annehmen" des Wunders Leben, die universielle Kraft , Gott (oder wie es jeder für sich wahrnimmt) zulassen. Dann geschehen sogenannte Wunder - in Wahrheit bist Du "nur" Deinem wahren Lebensplan (den wir in Raum und Zeit so oft vergessen) wieder treu geworden.
Alles Liebe
Michael
Denk nicht darüber nach, was Du siehst, sondern warum Du es siehst
Gerne!
Vielen Dank für deinen Kommentar!
Patricia
Leben mit allen Sinnen