Autor: Michael Franz Reinisch am 20. Aug 2009 In der zumindest 20.000 jährigen Geschichte von Mensch und Getreide hat es zwei grundlegende Veränderungen des Grundnahrungsmittels Mehl gegeben. Der französischen Revolution fiel die Kleie zum Opfer, im Zuge der industriellen Revolution verschwand um 1850 der Keimling; Zugunsten einer längeren Haltbarkeit.
Die Entfernung der Kleie war und ist eine Â"Weißmehl-ModeerscheinungÂ" und die natürliche Haltbarkeit des Keimlings ist mit ungefähr 6 Monaten ausreichend. Nicht der Keimling wird zu schnell schlecht, die Verteilungsstrukturen waren zu langsam! Mit dieser Verwechslung beginnt für uns ein unnötiger und bis heute andauernder Leidensweg. |
Mangel & Mehl
Ein Grundnahrungsmittel erfüllt die Basisversorgung mit den essentiellen Substanzen die der menschliche Körper braucht um zu funktionieren. Die Bezeichnung „essentiell“ bedeutet, daß der menschliche Körper diese Stoffe nicht selbst erzeugen kann und daher von externer Zufuhr abhängig, süchtig, ist. Besteht ein Mangel reagiert der Körper mit Verlangen. Wird das Verlangen nicht gestillt treten Entzugserscheinungen auf, in Folge wird man krank. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Krankheit“ ist „Mangel“. Mangel ist eine Ursache für Krankheit und bewirkt körperliche und geistige Probleme die bei ausreichender Versorgung nicht existieren würden.
Woran es Mehl heute mangelt
Naturwissenschaftlich am Beispiel von Weizen veranschaulicht verschwanden mit:
dem Keimling:
Vitamine: Thiamin B1, Riboflavin B2, Niacin B3, Panthothenat B5, Pyridoxin B6, Folsäure B9 und Tocopherol E;
Essentielle Mineralstoffe: Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kalium;
Essentielle Spurenelemente: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen;
Die essentiellen Aminosäuren: Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan, Threonin und Lysin. Histidin, Tyrosin und Arginin gelten für Kinder und Kranke zusätzlich als essentiell
Sekundäre Aminosäuren: Alanin, Glycin, Prolin, Serin, Cystin, Asparaginsäure und Glutaminsäure;
Die mehrfach ungesättigte und essentielle Linolsäure
Gesättigte Fettsäuren: Myristinsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure;
Ungesättigte Fettsäuren: Palmitoleinsäure und Ölsäure
"Stoffe" von denen wir noch keine Ahnung haben
der Kleie:
Ballaststoffe
Vitamine: Thiamin B1, Riboflavin B2, Niacin B3, Pantothensäure B5, Pyridoxin B6, Folsäure B9, Tocopherol E und Vitamin K.
Essentielle Mineralstoffe: Magnesium, Phosphor, Kalzium, Kalium,
Essentielle Spurenelemente: Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Selen;
Konsequenzen der Veränderung
Stand des Wissens ist, daß der gesamte Körper aus diesen Substanzen besteht: Aminosäuren, Spurenelemente und Mineralstoffe sind die Bausteine von Knochen, Zahn, Nagel, Haar und Geweben aller Art wie Bindegewebe, Organe, Nerven, Hirn, etc..
Diese Substanzen sind an allen Prozessen im Körper beteiligt: Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel, Immunsystem, Stressresistenz, Heilung, Fruchtbarkeit, Erbsubstanz, hormonelle Kommunikation, usw. funktionieren bei einem Mangel nur bedingt.
Krankheit ist nicht Unglück, sondern logische Konsequenz.
Lösung
Da es heute keinen Grund gibt Keimling und Kleie zu entfernen, liegen die Lösungen auf der Hand: Man entfernt Kleie und Keimling einfach nicht mehr!
Erzeugen Sie sich Mehl und Mehlspeisen selbst oder finden Sie jemanden, der Mehl dieser Art erzeugt und / oder verwendet. Als Hilfe wurde Namen und Zeichen für Mehl in ursprünglicher Qualität erstellt: Goldkeim Mehl.
Was ist nun der Nutzen von Goldkeim Mehl?
Der erlebbare Nutzen für den Einzelnen (sprich: für Sie) kommt in der subjektiven Erfahrung von „Sich-besser-fühlen“ zum Ausdruck. Wer sich eine Weile auf Goldkeim Mehl einläßt, umschreibt diese Erfahrung mit „gutem Gefühl, sich von Kopf bis Fuß wohler fühlen, es fühlt sich richtiger an...“ Mehrheitlich wird eine positive Veränderung wahrgenommen, wenige nehmen nichts wahr, und negatives ist bis dato nicht bekannt. Der individuell erlebbare Nutzen ist also, daß man sich besser fühlt. Mehr ist es nicht.
Als Nachsatz
Nicht alleine Mehl, sondern auch Mais und Reis wurden auf ähnliche Weise verändert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Keimling und Schalen aus den Grundnahrungsmitteln der Mehrheit der Menschen entfernt. Wie erwähnt, aus Gründen der Haltbarkeit. Mag das Problem Ende des 19. Jhdts. bestanden haben, so besteht es heute nicht mehr, wie der Handel mit Milch, Fleisch, Frischgemüse, Obst usw., beweist.
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggenAutor: Michael Gosch am 2009-08-21 13:51:45
Hallo Michael,
Danke für Deinen Artikel, der sehr schön aufzeigt, was LEBENSmittel ausmacht.
Gibt es bereits Mehle, die mit dem Gütesiegel "Goldkeim-Mehl" ausgezeichnet sind ?
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Autor: Michael Franz Reinisch am 2010-06-24 14:58:53
Servus Migos,
danke für die Frage.
Nein, im Handel gibt es noch keine Mehle die mit dem Goldkeim Gütesiegel ausgezeichnet sind. Es gibt mit Sicherheit Mehle am Markt die den Goldkeim Standard erfüllen, nur sind sie mangels sprachlicher Unterscheidbarkeit nicht zu finden.
Die verschiedenen Variationen von Mehl findest Du hier beschrieben.
Ich glaube nicht, daß Du bald Goldkeim Mehl im Handel finden wirst.
Die Gespräche mit Menschen aus Wirtschaft und Politik legen eher den Kauf einer kleinen Haushaltsmühle nahe. Adressen findest du hier.
Und wenn Du solch eine Mühle Dein Eigen nennst findest Du im Kulinarium Anleitungen für die ersten "Gehversuche".
Viel Erfolg dabei & herzlichen Gruß
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Autor: Michael Gosch am 2010-06-27 22:35:29
Hallo Michael,
Danke für die Antwort hier im Forum, so wissen es alle Leser, was wir privat schon ausführlich besprochen haben.
Ich spare bereits für eine gute Mühle (und auch für eine Getreidequetsche, da ich gerne Müsli esse), um die Kraft des Getreidekornes möglichst ohne Verlust für mich nutzen zu können.
Danke für Deine Anregungen
Liebe Grüße
Michael (migos)
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