Das ominöse Jahr 2012
Es mangelt weder an Literatur, die sich um 2012 dreht, noch an Persönlichkeiten, die sich mit diesem beschäftigten. Vielfach ist die Rede von einem Bewusstseinssprung, der uns bevorsteht. Sowohl auf der universellen als auch auf der menschlichen Ebene. Für mich stellt sich weniger die Frage, was mit dem Universum passiert. Was wissen wir denn schon wirklich? Allein die Vorstellung der unendlichen Galaxien und der damit verbundenen Lichtjahre! All die neuen Entdeckungen, die den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen... Die Sonne blendet und wärmt uns, doch in Wirklichkeit soll sie eiskalt sein. Wir leben auf einem Planeten namens Erde, doch angeblich soll es sogar im Inneren desselben Leben geben. Gleich dem Mikro- und Makrokosmos. Wie im Kleinen, so im Großen. Wie außen, so innen. Nein, ich passe hier gerne. Mein Verstand fällt allein bei der Vorstellung dieser Dimensionen und Möglichkeiten freiwillig in ein schwarzes Loch. Und mein Horizont an Wahrnehmbarem beginnt sich, hier zu krümmen. Persönlich bin ich dennoch überzeugt, dass wir derzeit eine Evolution mit epochalen Auswirkungen durchmachen. Und zwar in Richtung Werteverschiebung - von anhaftenden, materiellen zu geistig, schöpferischen Werten. Raus aus dem wirtschaftlichen Wachstum zu einem Wachstum auf der Herzensebene. Die dafür notwendigen Veränderungen bekommen wir bereits tagtäglich deutlich zu spüren. Immer schneller, immer intensiver. Wie bereit sind wir für das Wahrhafte? Die damit verbundene Prüfung sehe ich im Spiegel der Authentizität. Denke, sage und tue ich, was ich lebe? Wie authentisch bin ich – sind meine Gedanken, Worte und Taten? - in jedem Augenblick... Diese Bewusstseinshaltung bedarf der Bereitschaft zur Selbstreflexion - und diese bedarf der Übung. Das Jahr 2012 wird somit die Reifeprüfung der Liebe auf allen Beziehungsebenen. Sei es im Familien-, Freundes-, Berufs- oder im sogenannten Gesellschaftskreis. Die Jury trägt jeder einzelne von uns als ständigen symbolischen Begleiter und Beobachter in sich – unser Herz. Und wer bis zum ominösem Jahr 2012 Wasser gepredigt und Wein getrunken hat, wird einfach weiter üben dürfen. Dass es aber nach dem Jahr 2012 weiter geht, ist für mich selbstverständlich. Selbstverständlich ist auch, dass damit eine reifere Bewusstseinshaltung einhergeht. Nämlich raus aus der Illusion der Getrenntheit. Die praktische Anleitung dazu heißt: Behandle alle und alles so, wie du idealerweise selbst behandelt werden möchtest.
